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Digitalisierung – wie geht das eigentlich?

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von Steffen Meyer
16.02.2022 - Lesezeit: 4 Minuten

Das Start-Up prepend entwickelt digitale Produkte für Unternehmen. Dazu gehört aber nicht nur Code und Design, sondern auch, die richtigen Fragen zu stellen – und Nein zu sagen.

Selbstkritisch ist sie, die deutsche Wirtschaft: In einer Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer stuften 3500 befragte Unternehmen ihren Digitalisierungsgrad im Schnitt gerade mal als „Befriedigend“ ein. Und das, obwohl die meisten sehr wohl um die Vorteile digitaler Services wissen: So sehen sie vor allem Potenziale bei Strategischer Weiterentwicklung, Kostensenkung, Kundenbindung und Flexibilisierung. Das Verständnis um die Chancen ist also da.

Doch die Umsetzung hapert, und das hat Gründe. Besonders häufig nennen Unternehmen hier die „hohe Komplexität bei der Umstellung vorhandener Systeme und Prozesse“. Zudem werden hohe Kosten und fehlende Ressourcen beklagt. Die Firmen scheuen also vor der Komplexität der Aufgabe zurück – auch weil sie intern über wenig digitales Know-How verfügen. 

Infographic: Digitalization German CompaniesDies ist einer der Gründe, warum Dennis Kluge und Sebastian Schlaak ihr Start-Up prepend gegründet haben. Mit ihrem Team erstellen sie für andere Unternehmen digitale Dienstleistungen wie Apps oder Cloud-Lösungen. In ihren Erfahrungen spiegeln sich die Ergebnisse der Umfrage wider: „Viele Firmen, die zu uns kommen, wissen meist gar nicht, was bei der Digitalisierung alles zu beachten ist“, erklärt Kluge. „Daher steht ganz am Anfang erstmal eine Beratung. Wir klären, was überhaupt notwendig ist, was das Unternehmen braucht und über was es sich Gedanken machen sollte.“ 

Erst fragen, dann coden

Im ersten Schritt geht es dabei oft gar nicht um Technik, sondern um Firmenstrukturen und -prozesse. Schlaak erklärt es an einem Beispiel: „Wir sollten für ein Pharma-Unternehmen eine App entwickeln, die Apotheker*innen mit Punkten belohnt, wenn sie für die Produkte des Unternehmens Werbung machen. Zum Beispiel, indem sie einen Werbe-Aufsteller vor die Tür stellen. Mit den Punkten sollten dann Belohnungen eingestrichen werden.“

Bevor nur eine Zeile Code geschrieben wurde, gab das prepend-Team dem Kunden aber erst einmal eine Reihe Fragen mit: Wie kommen die Apothekerinnen an die Aufsteller? Wenn sie den Beweis per App geliefert haben, wer überprüft das? Wie stellt die Firma sicher, dass das Produkt als Belohnung auch verschickt wird? „Firmen müssen sich darüber bewusst machen, wer die Stakeholderinnen sind“, so Schlaak. 

Um dem Kunden aber einen Anhaltspunkt zu geben, wie das spätere Produkt in etwa aussehen wird, erstellte das Design-Team von prepend die Oberfläche der App – ohne Funktionalitäten. „Mit einem solchen Mock-Up haben alle Beteiligten schon einmal eine Vorstellung, was eigentlich geplant ist.“

Eine wichtige Leistung: Nein sagen

Nach dieser Schaufenster-Version und der Klärung erster Fragen ergeben sich wieder neue Herausforderungen. Das prepend-Team hilft dabei, diese Stück für Stück abzuarbeiten und geht auf die Wünsche der Stakeholder*innen ein. „Ganz wichtig ist es da, auch Nein zu sagen“, sagt Kluge. 

Denn ein neuer digitaler Service sollte nicht von Anfang an mit zu vielen Extras und Funktionen überladen sein. Stattdessen lohnt sich oft ein Start mit Minimal-Anforderungen. Durch Feedbackschleifen und Input der Nutzer*innen wird der Service dann im laufenden Betrieb kontinuierlich verbessert. Aus Version 1.0 wird dann 1.1, 1.2 und so weiter (siehe auch „Was ist ein Minimum Viable Product“).

Diese Art der Projektarbeit hat sich mit der Start-Up-Szene entwickelt und gehört genauso zur Digitalisierung wie Coding und Apps. Für alteingesessene Unternehmen ist das oft Neuland. Sie sind es eher gewohnt, ein Produkt bis ins kleinste Detail zu Ende zu planen, bevor es an den Start geht. Diese Prozesskultur passt aber nicht mehr in die digitale Welt. Hier steht sogenanntes agiles Management im Vordergrund. Schlaak bringt es auf den Punkt:

„Du kannst nicht digitalisieren, ohne Prozesse zu optimieren.“

Sebastian Schlaak, Geschäftsführer prepend

Natürlich sei jede Firma verschieden, aber die Herausforderungen ähnelten sich. „Jeder neue Auftrag ist wie ein Schachspiel“, sagt Kluge. „Und Anfänger können vielleicht ein, zwei Züge vorhersehen, aber sie haben nicht den Überblick über die nächsten acht Züge.“ Da prepend aber schon viele Kunden betreut hat, müsse sich das Team nur noch selten aus einer Matt-Position befreien. Eine Lösung hätten sie bis dato aber immer gefunden. Kluge lächelt: „Schachmatt waren wir in der Tat noch nie.“

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